Eine starre gesetzliche Mindestquote gibt es nicht. Für eine solide Finanzierung sollten Sie jedoch idealerweise zumindest die Kaufnebenkosten aus Eigenkapital aufbringen können. Diese liegen je nach Bundesland und Einzelfall häufig bei rund 5 bis 15 % des Kaufpreises. Allein die Grunderwerbsteuer beträgt je nach Bundesland 3,5 bis 6,5 %. Hinzu kommen in der Regel Notar- und Grundbuchkosten von etwa 1 bis 1,5 %.
Aus meiner Sicht ist es sinnvoll, 20 bis 30 % des Kaufpreises sowie die Kaufnebenkosten aus Eigenkapital einzubringen. Mindestens sollten die Kaufnebenkosten durch eigene Mittel abgedeckt sein. Spürbar bessere Finanzierungskonditionen werden häufig erst erreicht, wenn darüber hinaus noch etwa 20 % des Kaufpreises aus eigenen Mitteln eingebracht werden.
Bei einem Bestandsgebäude sollten Sie außerdem nicht nur den Kauf selbst finanzieren, sondern auch höhere Rücklagen für Reparaturen, Instandhaltung oder Modernisierung einplanen. Gerade bei älteren Immobilien entstehen nach dem Kauf häufig zusätzliche Kosten, die in der Finanzierungsplanung von Anfang an berücksichtigt werden sollten.
Als Professor für BWL, Finanzmanagement und Immobilienbewertung berate ich Sie gerne fundiert bei der Wahl der passenden Finanzierung Ihrer Immobilie. So erhalten Sie eine verlässliche Grundlage, um Eigenkapitalbedarf, Finanzierungsstruktur, monatliche Belastung und die langfristige Tragfähigkeit Ihrer Investition realistisch einzuschätzen.