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So steigern Sie den Immobilienwert durch energetische Sanierung

Dr. Beug Immobilien · Immobilienratgeber

Energetische Sanierung – Kosten, Maßnahmen und Auswirkungen auf den Immobilienwert

Eine energetische Sanierung kann den Energiebedarf eines Gebäudes reduzieren, den Wohnkomfort verbessern und die Marktgängigkeit einer Immobilie positiv beeinflussen. Gleichzeitig können die erforderlichen Investitionen erheblich sein. Umso wichtiger ist es, einzelne Maßnahmen technisch und wirtschaftlich im Zusammenhang zu betrachten.

Dieser Ratgeber zeigt, welche energetischen Maßnahmen bei Bestandsimmobilien typischerweise infrage kommen, welche Kosten als Orientierung angesetzt werden können und wie energetische Modernisierungen aus Sicht der Immobilienbewertung einzuordnen sind.

Dr. Beug Immobilien

Immobilienbewertung und energetische Modernisierung
in Hamburg und auf Rügen

Professor für
Immobilienbewertung

Energetische Maßnahmen werden hinsichtlich Gebäudequalität, Marktwert, Investitionsbedarf und Marktgängigkeit eingeordnet.

Diplom-Sachverständiger
(DIA)

Baujahr, Modernisierungsgrad, Gebäudehülle, Heiztechnik und energetischer Zustand fließen in die fachliche Immobilienbewertung ein.

DIAZert (S)
& REV

Zertifizierter Immobiliengutachter DIAZert (S) und Recognised European Valuer (REV).

Hamburg
& Rügen

Energetische Investitionen werden immer im Zusammenhang mit dem konkreten regionalen Immobilienmarkt betrachtet.

Energiebedarf reduzieren

Dämmung, Fenster, Heiztechnik und weitere Maßnahmen können den Energiebedarf eines Bestandsgebäudes deutlich beeinflussen.

Wohnkomfort verbessern

Wärmere Oberflächen, geringere Zugerscheinungen und eine abgestimmte Gebäudetechnik können die Behaglichkeit verbessern.

Marktgängigkeit verbessern

Ein moderner energetischer Zustand kann zukünftige Investitionsrisiken für Kaufinteressenten reduzieren und die Attraktivität einer Immobilie erhöhen.

Immobilienwert

50.000 Euro Sanierungskosten bedeuten nicht automatisch 50.000 Euro mehr Marktwert

Bei der Immobilienbewertung werden Modernisierungskosten nicht einfach zum Marktwert addiert. Entscheidend ist, wie der Immobilienmarkt den verbesserten Zustand, einen geringeren zukünftigen Investitionsbedarf und die energetische Qualität honoriert.

Wovon hängt die Wertwirkung ab?

✓ Ausgangszustand und Baujahr
✓ Umfang der Modernisierung
✓ Qualität der Ausführung
✓ verbleibender Sanierungsbedarf
✓ Energieeffizienz des Gebäudes
✓ Lage und regionales Kaufpreisniveau
✓ Objektart und Käuferzielgruppe
✓ allgemeine Marktphase
Sanieren mit System

Nicht einzelne Gewerke isoliert betrachten

Gebäudehülle, Heizsystem, Wärmeverteilung und Lüftung beeinflussen sich gegenseitig. Eine energetische Sanierung sollte deshalb auf Grundlage des vorhandenen Gebäudes geplant werden.

SCHRITT 1

Bestand analysieren

Baujahr, Konstruktion, Energieverbrauch und bisherige Modernisierungen erfassen.

SCHRITT 2

Schwachstellen erkennen

Dach, Fassade, Fenster, Kellerdecke und Heiztechnik untersuchen.

SCHRITT 3

Ziele festlegen

Eigennutzung, Energieeinsparung, Verkauf oder umfassende Sanierung unterscheiden.

SCHRITT 4

Maßnahmen abstimmen

Gebäudehülle und Anlagentechnik technisch aufeinander abstimmen.

SCHRITT 5

Förderung prüfen

Aktuelle Fördermöglichkeiten vor der Beauftragung prüfen.

SCHRITT 6

Wirtschaftlich entscheiden

Investition, Einsparung, Nutzungsdauer und Wertwirkung gemeinsam betrachten.

Energetische Bausteine

Welche Maßnahmen kommen infrage?

Welche Kombination sinnvoll ist, hängt vom konkreten Gebäude ab. Eine pauschale Sanierung allein nach Baujahr ist deshalb nicht sinnvoll.

Dach & oberste Geschossdecke

Wärmeverluste nach oben reduzieren und ohnehin erforderliche Dacharbeiten energetisch sinnvoll verbinden.

Außenwände

Energetische Qualität der Fassade verbessern und Transmissionswärmeverluste reduzieren.

Fenster & Außentüren

Wärmeschutz, Luftdichtheit und Wohnkomfort verbessern.

Kellerdecke

Wärmeverluste zum unbeheizten Keller reduzieren und den Fußbodenkomfort verbessern.

Heizungsanlage

Eine zum zukünftigen Wärmebedarf passende Wärmeerzeugung und Wärmeverteilung schaffen.

Heizungsoptimierung

Hydraulischen Abgleich, Regelung und optimierte Systemtemperaturen prüfen.

Lüftung

Bei einer dichteren Gebäudehülle Luftwechsel und Feuchteschutz berücksichtigen.

Photovoltaik

Eigenerzeugten Strom in das Gesamtkonzept von Gebäude, Wärmepumpe und Elektromobilität einordnen.

Kostenorientierung 

Was kostet eine energetische Sanierung?

Die Kosten einer energetischen Sanierung hängen wesentlich vom Gebäude, seinem Ausgangszustand und dem Umfang der geplanten Maßnahmen ab. Dennoch helfen Orientierungswerte dabei, bereits vor einer konkreten Planung eine erste Vorstellung vom möglichen Investitionsbedarf zu erhalten.

Die nachfolgenden Kostenangaben beziehen sich, soweit Gesamtbeträge genannt werden, auf ein Einfamilienhaus mit rund 120 m² Wohnfläche und durchschnittlicher Ausstattung. Die tatsächlichen Kosten können insbesondere in Abhängigkeit von der Größe des Hauses, der vorhandenen Bausubstanz, dem Ausstattungsstandard, der gewählten Technik und dem erforderlichen Arbeitsumfang deutlich abweichen.

Modellgebäude
Einfamilienhaus
Wohnfläche
ca. 120 m²
Ausstattung
Durchschnittlich
Kostenbasis
vor Förderung

Hinweis: Ein größeres Haus verursacht bei flächenabhängigen Maßnahmen wie Fassaden-, Dach- oder Kellerdeckendämmung in der Regel höhere Kosten. Auch Anzahl und Größe der Fenster sowie die benötigte Heizleistung beeinflussen den Investitionsbedarf.

Gewerk Kostenorientierung Einordnung
Fassadendämmung / WDVS ca. 160–200 €/m² Bei dem zugrunde gelegten Einfamilienhaus kann eine vollständige Fassadendämmung je nach tatsächlicher Fassadenfläche und Ausführung ungefähr 30.000–40.000 € erreichen.
Kerndämmung ca. 40–80 €/m² Bei geeignetem zweischaligem Mauerwerk ist eine Kerndämmung in der Regel erheblich kostengünstiger als ein vollständiges Wärmedämmverbundsystem.
Zwischensparrendämmung ca. 55–150 €/m² Die Kosten hängen insbesondere von Dachfläche, vorhandener Konstruktion, Dämmstärke und erforderlichen Nebenarbeiten ab.
Dachdämmung von außen ca. 120–380 €/m² Die große Kostenspanne ergibt sich insbesondere daraus, ob lediglich die Dämmung verbessert oder gleichzeitig Dachdeckung und Dachaufbau erneuert werden.
Oberste Geschossdecke ca. 20–80 €/m² Bei einem Einfamilienhaus mit rund 120 m² Wohnfläche kann als grobe Orientierung ein Gesamtaufwand von etwa 5.000 € angesetzt werden. Begehbare Konstruktionen sind regelmäßig aufwendiger.
Kellerdeckendämmung ca. 60–100 €/m² Für das zugrunde gelegte Einfamilienhaus kann ein Gesamtaufwand von ungefähr 7.000 € als erste Orientierung dienen.
Fenstertausch ca. 500–1.500 €
je Standardfenster inkl. Einbau
Bei einem Einfamilienhaus mit rund 120 m² Wohnfläche kann ein vollständiger Fenstertausch je nach Anzahl, Größe und Qualität der Fenster insgesamt bis etwa 40.000 € erreichen.
Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ca. 5.000–8.000 € Orientierung für ein Einfamilienhaus mit rund 120 m². Die Kosten hängen insbesondere davon ab, ob ein zentrales oder dezentrales System eingesetzt wird und wie hoch der nachträgliche Einbauaufwand ist.
Luft-Wasser-Wärmepumpe ca. 30.000–36.000 € Orientierung für ein durchschnittlich ausgestattetes Einfamilienhaus mit rund 120 m². Heizleistung, Speicher, Elektroinstallation und gegebenenfalls erforderliche Anpassungen der Heizflächen können den Preis erheblich beeinflussen.
Sole-Wasser-Wärmepumpe / Erdwärme ca. 40.000–50.000 € Einschließlich der erforderlichen Erschließung kann bei einem Einfamilienhaus dieser Größe ein deutlich höherer Investitionsbedarf als bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe entstehen.
Wasser-Wasser-Wärmepumpe ca. 27.000–50.000 € Die tatsächlichen Kosten werden stark von den Grundwasserverhältnissen, dem Brunnenbau und den technischen Voraussetzungen des Grundstücks beeinflusst.
Hydraulischer Abgleich ca. 650–1.250 € Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus kann einschließlich erforderlicher Anpassungen ein Betrag von etwa 900–1.000 € als Orientierung dienen.
Photovoltaikanlage ca. 13.000–16.000 € Orientierung für eine typische Anlage eines Einfamilienhauses. Je nach Anlagengröße, Dachfläche und Leistung können die Kosten abweichen. Ein Batteriespeicher kann den Investitionsbedarf zusätzlich deutlich erhöhen.
Beispielrechnung · Einfamilienhaus mit ca. 120 m²

Welche Größenordnung kann eine umfassende energetische Sanierung erreichen?

Die folgende vereinfachte Beispielrechnung bezieht sich auf ein Einfamilienhaus mit etwa 120 m² Wohnfläche und durchschnittlicher Ausstattung. Sie dient ausschließlich der Orientierung und stellt keine konkrete Kostenschätzung für ein bestimmtes Gebäude dar.

FASSADE
ca. 35.000 €
FENSTER
ca. 40.000 €
LUFT-WASSER-WÄRMEPUMPE
ca. 33.000 €
GESCHOSSDECKE
ca. 5.000 €
KELLERDECKE
ca. 7.000 €
LÜFTUNGSANLAGE
ca. 6.500 €
Beispielhafte Gesamtsumme
ca. 126.500 €
vor Förderung und ohne Photovoltaikanlage, Innenausbau sowie besondere objektspezifische Zusatzarbeiten
Die Kosten verändern sich mit dem Gebäude: Bei einem größeren Einfamilienhaus steigen insbesondere die Kosten für flächenabhängige Gewerke wie Fassade, Dach, Geschossdecke oder Kellerdecke. Auch mehr oder größere Fenster, eine höhere erforderliche Heizleistung und eine umfangreichere technische Ausstattung können den Gesamtinvestitionsbedarf erhöhen. Bei kleineren Gebäuden kann der Aufwand entsprechend geringer ausfallen.
Wichtig für die wirtschaftliche Betrachtung: Nicht die gesamten Sanierungskosten stellen zwangsläufig energetische Mehrkosten dar. Muss beispielsweise eine Fassade ohnehin instandgesetzt oder ein Dach ohnehin erneuert werden, sind diese sogenannten Sowieso-Kosten von den zusätzlichen Aufwendungen für die energetische Verbesserung zu unterscheiden.
Wirtschaftlichkeit

Gesamtkosten sind nicht gleich energetische Mehrkosten

Muss eine Fassade aufgrund ihres Zustands ohnehin instandgesetzt werden, wäre ein Teil der Kosten unabhängig von einer energetischen Sanierung entstanden. Wirtschaftlich relevant ist deshalb auch die Differenz zwischen ohnehin erforderlicher Instandsetzung und energetischem Zusatzaufwand.

Vier Kostenebenen unterscheiden

✓ ohnehin erforderliche Instandsetzung
✓ energetischer Mehrinvestitionsaufwand
✓ technische und planerische Nebenarbeiten
✓ mögliche Förderung
Gebäudeenergiegesetz

Muss ein Altbau komplett energetisch saniert werden?

Eine pauschale Verpflichtung zur vollständigen energetischen Sanierung jedes Bestandsgebäudes besteht nicht. Das Gebäudeenergiegesetz enthält jedoch konkrete Anforderungen und Nachrüstpflichten, die je nach Gebäude, Bauteil, Heizungsanlage und Eigentumssituation relevant sein können.

Oberste Geschossdecke

Je nach vorhandenem Wärmeschutz kann eine Dämmpflicht bestehen. Ein entsprechend gedämmtes Dach kann die Anforderung erfüllen.

Rohrleitungen

Bei zugänglichen, ungedämmten Wärmeverteilungs- oder Warmwasserleitungen können Anforderungen bestehen.

Ältere Heizkessel

Für bestimmte ältere Heizkessel bestehen Betriebsbeschränkungen. Gleichzeitig sieht das Gesetz verschiedene Ausnahmen vor.

Eigentümerwechsel

Bei bestimmten Ein- und Zweifamilienhäusern können im Zusammenhang mit einem Eigentümerwechsel Fristen für einzelne Nachrüstpflichten relevant werden.

Hinweis: Die konkrete rechtliche Verpflichtung muss objektbezogen geprüft werden. Dieser Immobilienratgeber ersetzt keine technische oder rechtliche Einzelfallberatung.
Förderprogramme

Förderung vor der Beauftragung prüfen

Für energetische Sanierungen bestehen unterschiedliche Förderprogramme. Da sich Förderbedingungen, technische Mindestanforderungen und Förderhöhen verändern können, sollten die jeweils aktuellen Voraussetzungen unmittelbar vor der Planung beziehungsweise Beauftragung geprüft werden.

KOMPLETTSANIERUNG

Effizienzhaus

Bei umfassenden energetischen Sanierungen können insbesondere Förderangebote für eine Sanierung auf ein definiertes Effizienzniveau relevant sein.

EINZELMASSNAHMEN

Gebäudehülle

Auch für einzelne energetische Maßnahmen an Dach, Fassade, Fenstern oder anderen Bauteilen können Fördermöglichkeiten bestehen.

HEIZUNG

Heizungsmodernisierung

Auch für den Austausch beziehungsweise die Umstellung bestimmter Heizsysteme können gesonderte Fördermöglichkeiten bestehen.

Wichtig: Förderanträge und technische Voraussetzungen sollten vor der verbindlichen Beauftragung der jeweiligen Maßnahme geprüft werden.
Verkaufsstrategie

Vor dem Verkauf sanieren oder im Ist-Zustand verkaufen?

Eine energetische Sanierung unmittelbar vor einem Verkauf ist nicht automatisch wirtschaftlich sinnvoll. Investitionskosten und voraussichtliche Marktwertwirkung sollten deshalb vorab miteinander verglichen werden.

STRATEGIE 1

Im Ist-Zustand verkaufen

Kann sinnvoll sein, wenn der Käufer ohnehin umfassend modernisieren möchte oder die Investition vor dem Verkauf wirtschaftlich nicht darstellbar ist.

STRATEGIE 2

Gezielt modernisieren

Kann sinnvoll sein, wenn einzelne erkennbare Schwachstellen die Vermarktung deutlich belasten und mit überschaubarem Aufwand beseitigt werden können.

STRATEGIE 3

Umfassend sanieren

Insbesondere bei langfristiger Eigennutzung oder einer umfassenden Entwicklungsstrategie zu prüfen.

Vor der Investition

Erst den Immobilienwert verstehen – dann investieren

Insbesondere vor einem geplanten Verkauf sollte geklärt werden, welchen Marktwert die Immobilie im aktuellen Zustand besitzt und ob der Markt eine geplante Investition voraussichtlich angemessen honoriert.

Sachverständige Betrachtung

✓ Marktwert im aktuellen Zustand
✓ bestehender Modernisierungsbedarf
✓ energetischer Gebäudezustand
✓ Einfluss geplanter Maßnahmen
✓ regionale Käufererwartungen
✓ Marktgängigkeit im Ist-Zustand
Immobilienwert prüfen lassen →
Für Kaufinteressenten

Unsaniertes Haus kaufen: Kaufpreis und Sanierungsbedarf gemeinsam betrachten

Ein vermeintlich günstiger Kaufpreis kann durch einen hohen Investitionsbedarf relativiert werden. Entscheidend ist deshalb die Gesamtinvestition aus Kaufpreis, Nebenkosten, notwendiger Instandsetzung und energetischer Modernisierung.

Kaufpreis
Ist der energetische Zustand bereits angemessen im Kaufpreis berücksichtigt?
Gebäudezustand
Welche Arbeiten sind ohnehin erforderlich und welche rein energetisch motiviert?
Heizung
Alter, Technik und zukünftige Nutzbarkeit der bestehenden Anlage betrachten.
Energieausweis
Als Informationsquelle nutzen, aber nicht mit einer technischen Gebäudeprüfung gleichsetzen.
Gesamtbudget
Kauf und Modernisierung gemeinsam finanzieren und ausreichende Reserve berücksichtigen.
Regionale Immobilienmärkte

Die gleiche Sanierung kann in Hamburg und auf Rügen wirtschaftlich unterschiedlich wirken

Kaufpreisniveau, Lage, Gebäudeart, Nutzung und Käufergruppe beeinflussen, wie stark der Immobilienmarkt energetische Verbesserungen honoriert.

HAMBURG

Energetische Modernisierung im urbanen Immobilienmarkt

Bei hohen Grundstücks- und Immobilienwerten ist besonders zu unterscheiden, welcher Teil des Marktwertes aus der Lage und welcher aus der Gebäudequalität resultiert.

INSEL RÜGEN

Vom Dauerwohnen bis zur Ferienimmobilie

Auf Rügen treffen unterschiedliche Teilmärkte und Nutzungsarten aufeinander. Der wirtschaftliche Nutzen energetischer Investitionen muss deshalb objekt- und lagebezogen beurteilt werden.

Weiterlesen

Energetik im Zusammenhang mit Kauf, Bewertung und Verkauf

Häufige Fragen

Fragen zur energetischen Sanierung

Wie teuer ist eine komplette energetische Sanierung?

Bei einem Einfamilienhaus mit rund 120 m² Wohnfläche und durchschnittlicher Ausstattung kann eine umfassende energetische Modernisierung schnell einen sechsstelligen Betrag erreichen. Entscheidend sind insbesondere Gebäudegröße, Ausgangszustand und Umfang der Maßnahmen. Bei größeren Gebäuden kann der Investitionsbedarf entsprechend höher ausfallen.

Auf welches Gebäude beziehen sich die genannten Kosten?

Die auf dieser Seite genannten Gesamtbeträge beziehen sich als Orientierungswerte auf ein Einfamilienhaus mit etwa 120 m² Wohnfläche und durchschnittlicher Ausstattung. Die tatsächlichen Kosten können je nach Größe, Bauweise, Zustand, technischer Ausstattung und Ausführungsqualität erheblich abweichen.

Steigert eine energetische Sanierung immer den Immobilienwert?

Energetische Verbesserungen können sich positiv auf Marktwert und Marktgängigkeit auswirken. Die Investitionskosten sind jedoch nicht mit der Marktwertsteigerung gleichzusetzen. Entscheidend ist, wie der Immobilienmarkt die verbesserte Gebäudequalität tatsächlich honoriert.

Muss ein unsaniertes Haus nach dem Kauf komplett saniert werden?

Eine allgemeine Verpflichtung zur vollständigen energetischen Sanierung besteht nicht. Es können jedoch einzelne Nachrüst- oder Austauschpflichten nach dem Gebäudeenergiegesetz bestehen. Diese sind objektbezogen zu prüfen.

Was kostet eine Fassadendämmung?

Als grobe Orientierung können für ein Wärmedämmverbundsystem ungefähr 160 bis 200 Euro je Quadratmeter angesetzt werden. Bei dem auf dieser Seite zugrunde gelegten Einfamilienhaus mit etwa 120 m² Wohnfläche kann eine vollständige Fassadendämmung insgesamt etwa 30.000 bis 40.000 Euro erreichen. Die tatsächliche Fassadenfläche ist dabei entscheidend.

Was kostet eine Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Bei einem durchschnittlich ausgestatteten Einfamilienhaus mit etwa 120 m² Wohnfläche kann derzeit grob mit etwa 30.000 bis 36.000 Euro gerechnet werden. Abhängig von Heizleistung, Speicher, Elektroinstallation, Wärmeverteilung und erforderlichen Anpassungen können die Kosten deutlich abweichen.

Werden größere Häuser automatisch proportional teurer?

Nicht bei jedem Gewerk im gleichen Verhältnis. Flächenabhängige Maßnahmen wie Fassaden-, Dach- oder Kellerdeckendämmung werden bei größeren Gebäuden regelmäßig teurer. Andere Kosten, beispielsweise für Planung oder einzelne technische Komponenten, steigen dagegen nicht zwingend proportional zur Wohnfläche.

Sollte vor dem Verkauf noch energetisch saniert werden?

Nicht zwangsläufig. Vor einer größeren Investition sollte geprüft werden, welchen Marktwert die Immobilie im aktuellen Zustand besitzt und ob die voraussichtliche Wertwirkung der Sanierung in einem sinnvollen Verhältnis zur Investition steht.

Wie wird eine energetische Modernisierung bei einer Immobilienbewertung berücksichtigt?

Berücksichtigt werden unter anderem Baujahr, Modernisierungsgrad, Gebäudezustand, technische Ausstattung, energetische Qualität und der noch verbleibende Modernisierungsbedarf. Entscheidend ist die Wirkung dieser Eigenschaften auf den Immobilienmarkt.

Energetische Sanierung & Immobilienwert

Vor einer großen Investition sollte klar sein, welchen Wert die Immobilie heute besitzt

Dr. Beug Immobilien beurteilt den energetischen Zustand im Zusammenhang mit Gebäudequalität, Modernisierungsgrad, Marktwert und regionalem Immobilienmarkt. Gerade vor einem geplanten Verkauf kann so eingeordnet werden, ob eine Sanierung wirtschaftlich sinnvoll erscheint oder eine Vermarktung im vorhandenen Zustand vorzuziehen ist.

FAQ

Häufig gestellte Fragen unserer Kunden

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Inwieweit können Modernisierungen den Wert meiner Immobilie steigern?

Modernisierungen können den Wert Ihrer Immobilie deutlich steigern, wenn sie den baulichen Zustand, die Energieeffizienz und die technische Ausstattung des Gebäudes nachhaltig verbessern. Dabei wirken sich vor allem die Dacherneuerung einschließlich Verbesserung der Wärmedämmung und die Wärmedämmung der Außenwände am stärksten aus. Danach folgen insbesondere Fenster und Außentüren, Leitungssysteme, Heizungsanlage, Bäder, Innenausbau sowie wesentliche Grundrissverbesserungen. Je älter eine Immobilie ist und je größer der Modernisierungsbedarf ausfällt, desto stärker können sich substanzielle Modernisierungen auf den am Markt erzielbaren Verkaufspreis auswirken. Reine Schönheitsmaßnahmen wie das Streichen von Wänden oder auch eine neue Küche können die Vermarktung zwar unterstützen, steigern den Marktwert aber meist nicht. Als Sachverständiger für Immobilienbewertung kann ich fachkundig beurteilen, welche Modernisierungsmaßnahmen den Wert Ihrer Immobilie tatsächlich steigern. So erhalten Sie eine verlässliche Grundlage für die Entscheidung, welche Investitionen sinnvoll sind.

Modernisierungen können den Wert Ihrer Immobilie deutlich steigern, wenn sie den baulichen Zustand, die Energieeffizienz und die technische Ausstattung des Gebäudes nachhaltig verbessern. Dabei wirken sich vor allem die Dacherneuerung einschließlich Verbesserung der Wärmedämmung und die Wärmedämmung der Außenwände am stärksten aus. Danach folgen insbesondere Fenster und Außentüren, Leitungssysteme, Heizungsanlage, Bäder, Innenausbau sowie wesentliche Grundrissverbesserungen. Je älter eine Immobilie ist und je größer der Modernisierungsbedarf ausfällt, desto stärker können sich substanzielle Modernisierungen auf den am Markt erzielbaren Verkaufspreis auswirken. Reine Schönheitsmaßnahmen wie das Streichen von Wänden oder auch eine neue Küche können die Vermarktung zwar unterstützen, steigern den Marktwert aber meist nicht.

Als Sachverständiger für Immobilienbewertung kann ich fachkundig beurteilen, welche Modernisierungsmaßnahmen den Wert Ihrer Immobilie tatsächlich steigern. So erhalten Sie eine verlässliche Grundlage für die Entscheidung, welche Investitionen sinnvoll sind.

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Was passiert wenn ich mein Haus nicht energetisch saniere?

Nicht jede unsanierte Immobilie muss sofort umfassend energetisch saniert werden. Das geltende Gebäudeenergiegesetz enthält vielmehr bestimmte Nachrüst- und Austauschpflichten. Beim Eigentümerwechsel müssen neue Eigentümer einzelne Pflichten grundsätzlich innerhalb von zwei Jahren erfüllen. Dazu gehören je nach Gebäude insbesondere die Dämmung der obersten Geschossdecke, die Dämmung bestimmter Leitungen sowie unter bestimmten Bedingungen der Austausch alter Heizkessel. Verstöße gegen Nachrüstpflichten sind Ordnungswidrigkeiten, die mit Bußgeldern belegt werden. Auch ohne unmittelbare gesetzliche Sanierungspflicht kann sich das Unterlassen energetischer Maßnahmen bereits heute wirtschaftlich nachteilig auswirken. Höhere laufende Energie- und CO₂-Kosten, eine schwächere energetische Bewertung im Energieausweis und eine geringere Attraktivität für Kaufinteressenten können die Vermarktbarkeit der Immobilie und den erzielbaren Verkaufspreis spürbar beeinträchtigen. Die Energieeffizienz ist inzwischen ein klarer Preisfaktor am Markt. Häuser mit Energieklasse H werden durchschnittlich rund 20 Prozent günstiger angeboten als vergleichbare Häuser der Klasse D, während Häuser mit A+ im Schnitt rund 15 Prozent höher angeboten werden. Wird ein Haus energetisch nicht modernisiert, lässt es sich oft nur mit größeren Preisabschlägen verkaufen, weil Käufer die künftigen Sanierungs- und Energiekosten einpreisen.  Als Sachverständiger für Immobilienbewertung beurteile ich, welchen Einfluss der energetische Zustand Ihrer Immobilie auf ihren Wert und die Vermarktbarkeit hat. So erhalten Sie eine verlässliche Grundlage für die Entscheidung, ob und welche Sanierungsmaßnahmen sinnvoll sind und wie sich der am Markt erzielbare Verkaufspreis gezielt verbessern lässt.

Nicht jede unsanierte Immobilie muss sofort umfassend energetisch saniert werden. Das geltende Gebäudeenergiegesetz enthält vielmehr bestimmte Nachrüst- und Austauschpflichten. Beim Eigentümerwechsel müssen neue Eigentümer einzelne Pflichten grundsätzlich innerhalb von zwei Jahren erfüllen. Dazu gehören je nach Gebäude insbesondere die Dämmung der obersten Geschossdecke, die Dämmung bestimmter Leitungen sowie unter bestimmten Bedingungen der Austausch alter Heizkessel. Verstöße gegen Nachrüstpflichten sind Ordnungswidrigkeiten, die mit Bußgeldern belegt werden.

Auch ohne unmittelbare gesetzliche Sanierungspflicht kann sich das Unterlassen energetischer Maßnahmen bereits heute wirtschaftlich nachteilig auswirken. Höhere laufende Energie- und CO₂-Kosten, eine schwächere energetische Bewertung im Energieausweis und eine geringere Attraktivität für Kaufinteressenten können die Vermarktbarkeit der Immobilie und den erzielbaren Verkaufspreis spürbar beeinträchtigen.

Die Energieeffizienz ist inzwischen ein klarer Preisfaktor am Markt. Häuser mit Energieklasse H werden durchschnittlich rund 20 Prozent günstiger angeboten als vergleichbare Häuser der Klasse D, während Häuser mit A+ im Schnitt rund 15 Prozent höher angeboten werden. Wird ein Haus energetisch nicht modernisiert, lässt es sich oft nur mit größeren Preisabschlägen verkaufen, weil Käufer die künftigen Sanierungs- und Energiekosten einpreisen. 

Als Sachverständiger für Immobilienbewertung beurteile ich, welchen Einfluss der energetische Zustand Ihrer Immobilie auf ihren Wert und die Vermarktbarkeit hat. So erhalten Sie eine verlässliche Grundlage für die Entscheidung, ob und welche Sanierungsmaßnahmen sinnvoll sind und wie sich der am Markt erzielbare Verkaufspreis gezielt verbessern lässt.

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